Full of Grace

Im Jahr 1956 fand die Trauung von Grace Kelly und Fürst Rainier statt – und aus der Hollywood-Prinzessin wurde eine Fürstin

Grace Kelly hatte keinen Stil, sie war selbst einer. Und der ließ sich in zwei Phasen gliedern: die Zeit vor ihrer Hochzeit mit Fürst Rainier 1956 und die danach – zu besichtigen ist das ab 17. April in der großen Schau „Grace Kelly: Style Icon“ im Londoner Victoria & Albert Museum. Der Look der jungen Kelly war häufig unschuldiger als die Figuren, die sie spielte, zumindest war das so bei den Rollen, die Alfred Hitchcock ihr gab, etwa in „Über den Dächern von Nizza“. Da war ihre Wirkung umwerfend, da besaß Grace Kelly eine fast zwielichtige Sexiness, die dennoch stets in perfekte Eleganz gehüllt war – einen auch modisch schöneren Film gibt es kaum. Als Fürstin Grazia Patrizia verwandelte sie sich dann in eine äußerlich züchtige Landesmutter. Die Ausstellung zeigt nun über fünfzig ihrer Outfits, ein Highlight wird neben Stücken ihrer Lieblingsdesigner Dior, Balenciaga und Givenchy der weiße Spitzen-Zweiteiler sein, den Kelly bei ihrer standesamtlichen Trauung trug. Zusätzlich beinhaltet die Schau Filme, Poster, Fotografien – und natürlich auch die nach ihr benannte Kelly Bag von Hermès.

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